Zwei Tänzerinnen und ein Videokünstler verschmelzen Tanz, Musik und Video zu einer bewegenden, universal verständlichen Bildersprache.

alternativer Text
Kinderzeichnung Die AnderenFotodisdance projectRegieAndre und Paulavon links nach rechtsDreieckerJahr2012©disdance projectKommentarkommentar



„So sehr er sich auch bemühte wie die anderen zu sein, Irgendwie Anders war irgendwie anders.
Deswegen lebte er auch ganz allein auf einem hohen Berg und hatte keinen einzigen Freund.
Bis eines Tages ein seltsames Etwas vor seiner Tür stand. Das sah ganz anders aus als Irgendwie Anders, aber behauptete, genau wie er zu sein…”


Das kreative Potenzial, welches der Vielfältigkeit innewohnt, wurde gemeinsam mit 100 Kölner Grundschülern erforscht. Ihre Fantasie war die Grundlage für dieses Stück voll Übermut und Sinnlichkeit, Sinn und Unsinn, lustig, rührend und irgendwie anders…

Trailer


fotos


Team

Künstl.LeitungPaula Scherf und André Lehnert
TanzMirka Flögl und Paula Scherf
ChoreografiePaula Scherf
VideokunstAndré Lehnert
MaskenbauManfred Massler
KostümePaula Scherf
SchneidereiKerstin Scherf-Hopp, Christina Pantermehl
AssistenzCarmen Marie Zens
Mitarbeit Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule,
 Schüler der Stephan-Lochner-Grundschule
 Schüler der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule
 Dunja Weißenborn
 Steffen Lehnert
 Emil


Pressestimmen

tanzwebkoeln | von Thomas Linden | 11.12.2012 komplett lesen

„… Eine Clownade entwickelt sich, in die viele Ideen, tänzerische Effekte und eine permanente Kommunikation mit dem Publikum eingegangen ist. …”
„…Das, was in der Welt der Tanzstücke für Erwachsene nur ganz selten mit einem ästhetischen Mehrwert für das Publikum gesegnet ist, gelingt hier: Der Dialog zwischen Tanz und digitalen Bildern. Timing und Animation von André Lehnert besitzen eine kreative Professionalität, die den Tanzaktionen spielerisch Sinn verleiht. ….”
„…Hier werden die Kinder in den Umgang mit Metaphern eingeführt. …”
„… die Inszenierung faszinierte das junge Publikum gleichwohl bis zum letzten Bild. …”

Kölner Stadtanzeiger | Susanne Esch | o6.12.2012 komplett lesen

„… Paula Scherf, die auf der Bühne in die Rolle von Irgendwie Anders schlüpft, haucht ihr auf besondere Weise Leben ein. Tapsig, komisch und unschuldig wirken ihre Bewegungen und die Mimik. …”
„… Es sind die Bewegungen, die den Kindern die Emotionen verständlicher machen als Worte. Die kindgerechte Körpersprache zeichnet das einfallsreiche, visuell überaus ansprechende Tanztheaterstück aus. Es behandelt auf humorvolle Weise ein wichtiges Thema: die Toleranz gegenüber Menschen, die anders sind, die Akzeptanz der eigenen Absonderlichkeiten. …”

Akt | von Nina Giaramita | Dezember 2012 komplett lesen

„… ‘Etwas’ (Mirka Flögl), ein oranger Irrwisch mit rüsselähnlicher Nase, führt einen bühnengreifenden Balztanz auf. Die Beiden umkreisen und beschnuppern sich, nähern sich an - der Tanz wird von Musikeinspielungen und pointiertem Instrumenteneinsatz (Lehnert) untermalt. …”
„… So hallen die Emotionen nach und unterstreichen die besten Momente, in denen ihr Zusammenspiel expressiv, lustig und anrührend wie im Buch wirkt. …”

Känguru - Vorbericht | von Golrokh Esmaili komplett lesen


Zuschauerstimmen

Constanze Schmückner | Zuschauerin | 04.12.2012 komplett lesen

Ich war überrascht und berührt, dass Tanztheater für Kinder so nah am Wesen der jungen Zuschauer („für Menschen ab 4”) bleiben kann und ohne Knalleffekte und „Kindschen” der Charaktere auskommt. Es ist in jedem Fall ein Theater-Erlebnis, das sich nicht kategorisieren lässt und dementsprechend nicht unbedingt Sehgewohnheiten und Erwartungen erfüllt.

Gerlinde Zollmann | Lehrerin | 12.12.2012 komplett lesen

Dass ein Stück nach einer Buch-Vorlage ohne ein Wort jedes Detail der Geschichte erzählt und die Kinder alles verstehen, hat mich selbst überrascht. Die gelungene Verknüpfung von Tanz, Musik und den Videos führte zu einer großen Dichte. Die Erfahrungen des Protagonisten wurden von den Schülern bereits im Stück und bis heute aktiv gespiegelt und gelebt. Die Erzählweise ist wunderbar entschleunigt.
Und noch eine kleine Episode zur Rezension „Irgendwie anders”: Ein Junge sagte mir nach dem Stück mit der linken Hand „Auf Wiedersehen”, entschuldigte sich daraufhin für die „falsche” Hand um dann doch festzustellen, er hätte ja gerade gelernt, dass es gar nicht so wichtig sei, wie genau man sich begrüßt/verabschiedet, sondern, dass es darum ginge, es überhaupt zu tun und zu gucken, wie sein Gegenüber das machen würde.


Video zum Gesamtkonzept


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Die Inszenierung

Das Stück spielt im Haus von Irgendwie Anders - Eine Bühne mit einer Projektionsfläche, die als Spiegel dient. Der Spiegel zeigt die Erlebniswelt von Irgendwie Anders. Seine Begegnungen mit den Anderen und auch Wünsche, Träume und Sehnsüchte werden von Irgendwie Anders auf der Bühne in Interaktion mit der Spiegelprojektion erzählt. Musik aus verschiedenen Kulturen und Genres verleiht den Szenen einen stimmungsvollen Ausdruck.

Das Stück zeigt, daß es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. Es ermuntert, Vielfältigkeit als Quelle von Inspiration zu sehen und Andersartigkeit offen zu begegnen.

Der Grundgedanke

Kinder leben in unserer multikulturellen Gesellschaft mit ihren unterschiedlichsten Sozialisationen und müssen sich darin zurecht finden. Deshalb halten wir die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sein und mit dem Fremden für besonders wichtig.

Die Geschichte „Irgendwie Anders” knüpft an die persönliche Auseinandersetzung an, die unsere Kinder tagtäglich mit sich selbst und anderen führen. Sie behandelt Themen wie Wahrnehmung, Identitätsfindung, Ausgrenzung, Verschiedenartigkeit, Akzeptanz und Toleranz. Die Gesamtheit dieser Themen bildet die Leitgedanken der Inklusion in ihrer Komplexität ab.

Die Geschichte ist eine Fabel. Dadurch lassen sich individuelle Erfahrungen ohne Weiteres auf allgemeine Zusammenhänge übertragen. Denn die Probleme und Herausforderungen des Protagonisten „Irgendwie Anders” sind letztlich ein Synonym für das, was wir als gesamte Menschheit zu bewältigen haben.

Mit dem Projekt möchten wir Kinder zu einer aktiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen ermuntern. Dafür nutzen die Kinder verschiedene künstlerische Mittel aus den Sparten Tanz, Musik und Bildende Kunst und erarbeiten sich somit einen persönlichen kreativen Zugang. Durch diese Erfahrung vermittelt sich ein tieferes Verständnis für den Inhalt und auch für die Kunst - sowohl als aktive individuelle Ausdrucksmöglichkeit als auch in der Rolle des ‘Konsumenten’.

Tanz, Video, Musik und Bildende Kunst bilden die Grundlage für den Austausch von Mensch zu Mensch.

Der Entstehungsprozess

Wie lustig, verwirrend, poetisch und skurril es werden kann, wenn Respekt und Toleranz einer Begegnung mit dem Unbekannten zu Grunde liegen, erforschte disdance project gemeinsam mit einhundert Schülern zwischen 6 und 9 Jahren von vier Kölner Grundschulen.

Auf spielerische, experimentelle Art näherten sie sich in Projektwochen der Geschichte und deren Themen, machen Erfahrungen „am eigenen Leib”. Es wurde getanzt, gemalt und gespielt. Die Projektwochen dienten als offenes Forschungsfeld- für Kinder und Künstler. Aus den dabei entstehenden Eindrücken, Erfahrungen und Ergebnissen entwickelten die Künstler die Inszenierung.

Die Klassen besuchten offene Proben der Künstler, um an der weiteren Entwicklung der Inszenierung teilzuhaben.

Die Ziele

Kultur und Bildung sollten unserer Meinung nicht getrennt voneinander stattfinden. Wir erzielen einen Synergieeffekt: Bühnenkunst und Bildung wirken zusammen und in die Gesellschaft hinein. Die Künstler lernen von den Kindern, die Kinder lernen durch die Beschäftigung mit künstlerischen Mitteln. So speist sich die Inszenierung, neben den Gedanken und Arbeitsansätzen der Künstler (Erwachsenen), direkt aus den Erfahrungen und der Phantasie der Kinder.

Die Kinder entwickeln kreative Lösungsansätze, sowie künstlerische Werkzeuge zur inhaltlichen Auseinandersetzung. Außerdem erfahren sie ihre Wirksamkeit als Teil eines künstlerischen Prozesses und die Kunst als individuelles Ausdrucksmittel.


Wir bedanken uns bei unseren Förderern und Unterstützern!

Unter Schirmherrschaft der UNESCO Kommission Deutschland e.V.


Glossar

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