Steht eine Projektwoche in Ihrer Schule an?

Planen Sie eine Klassenreise der besonderen Art?

Möchten Sie Ihren Schülern ein paar ‘besondere’ Unterichtsstunden in Religion, Ethik, Literatur, Sachkunde oder Kunst bescheren?

Das Projekt „Irgendwie Anders” versteht sich als Puzzle, bei dem viele Einzelteile ein Ganzes ergeben.
Es ermöglicht einen breitgefächerten Zugang zum Thema ‘Anders sein’.
Fühlen - Denken – Handeln. Wir vertrauen auf ein Lernen durch gemeinsame Begeisterung, Entdeckerfreude und Gestaltungslust. - Auf ein Lernen durch Erfahrung, auf das eigenständige Verknüpfen dieser Erfahrungen, auf ein Netzwerk, welches sich durch den interdisziplinären Ansatz weiterbildet und den Boden zur kreativen Bewältigung unserer täglichen Herausforderungen bietet.

Menschen sind verschieden, und sind nicht alle irgendwie anders? Wir stehen vor der Herausforderung, in unserer multikulturellen Welt mit ihren unterschiedlichsten kulturellen Wurzeln und Ausprägungen und in der voranschreitenden Globalisierung zu leben und uns zurecht zu finden.

Seit der Entstehungsphase des Stückes „Irgendwie Anders” im Jahr 2011/12, bei Projektwochen, 20 ausverkauften Vorstellungen der Inszenierung (2012/13), sowie unseren Workshop- Reisen, kamen wir in den Genuss, vielen Kindern irgendwie anders zu begegnen.

Das Buch

„Irgendwie Anders” von Kathryn Cave und Chris Riddell, ausgezeichnet mit dem UNESCO- Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz erschienen bei Oetinger ISBN 978-3-7891-6352-4

Das Buch
Das BuchFotoRegievon links nach rechtsJahr©disdance projectKommentar


So sehr er sich auch bemühte wie die anderen zu sein, Irgendwie Anders war irgendwie anders. Deswegen lebte er auch ganz allein auf einem hohen Berg und hatte keinen einzigen Freund. Bis eines Tages ein seltsames Etwas vor seiner Tür stand. Das sah ganz anders aus als Irgendwie Anders, aber behauptete, genau wie er zu sein…



Die Geschichte behandelt Themen wie eigene und fremde Wahrnehmung, Identitätsfindung, Abgrenzung und Ausgrenzung, Verschiedenartigkeit und Anerkennung, Akzeptanz und Toleranz. Die Geschichte hat den Charakter einer Fabel.
Das Buch kann im Workshop eine zentrale Rolle spielen oder aber auch peripher behandelt werden. Wir bedienen uns verschiedener Motive der Geschichte.


Der Workshop

Der Workshop dient als experimentelles Forschungsfeld zum Thema „Irgendwie Anders” . Die Forschungs- Werkzeuge kommen aus dem Tanz, dem Theater und der Bildenden Kunst. Wir machen Erfahrungen "am eigenen Leib". Der Fokus liegt auf nonverbaler Kommunikation. Wir arbeiten prozessorientiertund inklusiv im Sinne der Ästhetischen Bildung. Die Workshops können auf die individuellen Bedürfnisse einer Gruppe zugeschnitten werden. Der Bezug von der konkreten Geschichte zu den teils assoziativen Inhalten, bzw. Herangehensweisen des Workshops wird durch den Besuch der Inszenierung vertieft. Schwerpunkte des Workshops sind Empathie, Körpersprache, Haptisches Empfinden, Persönlichkeitsbildung, Tanz und Theater als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel, Entschleunigung.


Die Inszenierung

Circa 120 Kinder aus drei Kölner Grundschulen gestalteten in Projektwochen mit ihrer Kreativität und ihrem kulturell reichhaltigen Erfahrungsschatz gemeinsam mit uns die künstlerischen Mittel der Inszenierung. So wurden beispielsweise die Figuren der "Anderen" für die Videoprojektionen von den Kindern kreiert.

Die Inszenierung zeigt eine starke Bildersprache durch eine nonverbale Komposition aus Tanz, Schauspiel, Musik und Video.

Ein Stück voll Übermut und Sinnlichkeit, Sinn und Unsinn, lustig, rührend und irgendwie anders…

In der Inszenierung findet die Auseinandersetzung der Künstler, sowie die der Workshopteilnehmer ihre Übersetzung in ein ästhetisches Gesamtgefüge, eine theatrale Sprache. mehr Info


Die Einbindung in den Unterricht

Die Geschichte vom Stück
Die Geschichte vom StückFotoRegievon links nach rechtsJahr2012©disdance projectKommentarWas war die Geschichte des noverbalen Stücks?

Wir entwickelten eine themenspezifische Spielesammlung, die wir Ihnen zwecks fruchtbarer Zusammenarbeit gern zur Verfügung stellen. Diese umfasst Spiele für kleinere und größere Gruppen, die am Tisch, in der Turnhalle oder auf dem Schulhof gespielt werden können. Für andere Arbeitsfelder: Gern erstellen wir gemeinsam mit Ihnen ein Konzept speziell für Ihr Arbeitsfeld.

Als Inspiration für die Einbindung des Buches in Ihre themenbezogene Arbeit finden Sie hier eine Zusammenstellungverschiedener Ideen für die Einbettung in Ihren Unterricht.


Inhaltliche Zusammenarbeit

Das experimentelle Forschungsfeld umfasst auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ihnen und uns.
Wie können sich beispielsweise Schule und Kunst, Lehrer und Künstler gegenseitig ergänzen, bzw. bereichern? Welche Synergien entstehen?
Die inhaltliche Zusammenarbeit kann ein Austausch der Arbeitsansätze bedeuten, ähnlich einer Plattform, die zur Auseinandersetzung mit den eigenen Methoden anregt. Sie kann sich auch in einem umfassenden „Programm” zeigen, wie z.B. einer Projektwoche, in der neben den Workshops und dem Besuch der Inszenierung in verschiedenen anderen Sachgebieten Dinge erarbeitet und gezeigt werden.
Auch wenn Sie einfach viel zu wenig Zeit und Möglichkeiten haben, entsprechende Aspekte im Arbeitsalltag abzudecken und sich dies von den Workshops wünschen, sehen wir dies als Zusammenarbeit. Setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung.


Organisation

Die inhaltliche Zusammenarbeit zwischen Ihnen und uns, bzw. die Einbindung in den Unterricht wird individuell abgestimmt. Sie hängt von der Dauer des Workshops, Themenschwerpunkten bzw. der Gruppenzusammensetzung und den strukturellen Möglichkeiten ab.

Der Besuch der Inszenierung erfolgt im Anschluss an den Workshop. Zwischen dem letzten Workshoptag und der Aufführung wird ein Tag für den Bühnenaufbau und eine Probe beansprucht.

Hier finden Sie konkrete Organisationsmodelle zur Orientierung:

Beispiel 1: Creglingen/ Baden Würtemberg Februar 2013 |beschreibt die Durchführung an einem Schulzentrum (Primar- und Sekundarstufe), initiiert durch die Schule selbst.

Wo?
Schulzentrum Creglingen, Primarstufe und Sekundarstufe I
Was?
Workshops für eine 1.Klasse, eine 1.Klasse (inklusiv) und eine 5.Klasse, jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen à 2 Stunden mit anschließender Inszenierung
Initiator/ in?
die Schulsozialarbeiterin
Finanzierung?
Mittel aus der schulischen Sozialarbeit, Förderverein der Schule, örtliche Sponsoren, Eintrittsgelder für die Aufführung.
Die Workshops fanden in der kleinen Turnhalle des Schulzentrums statt. Die Aufführung wurde in der großen Turnhalle des Schulzentrums veranstaltet. Technik wurde zum Teil vom Schulzentrum und vom örtlichen Theaterverein gestellt. Spezialtechnik wurde von uns gestellt.
Die Aufführung besuchten alle Kinder und Lehrer des Schulzentrums (Klasse 1 – 5), sowie ortsansässige Kindergärten (ca. 250 Zuschauer). Dadurch wurden Einnahmen generiert, die der Finanzierung des Projektes zu Gute kamen.

Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4
08.00-10.00 WS1
10.30-12.30 WS2
13.30-15.30 WS3
08.00-10.00 WS1
10.30-12.30 WS2
13.30-15.30 WS3
08.00–22.00 Aufbau/ Probe 09.00-10.00 Aufführung
anschließend Abbau

Beispiel 2: Feuchtwangen/ Bayern März 2013 |zeigt eine übergeordnete Organisationsstruktur durch das Kulturbüro der Stadt

Wo?
5 städt. Kindergärten, 2 Grundschulen
Was?
Workshops für 7 Gruppen an jeweils 2 Tagen à 2 Stunden mit 2 aufeinanderfolgenden Aufführungen
Initiator?
Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen & Büro Soziale Stadt
Finanzierung?
Stadt Feuchtwangen, Bayrisches Kultus-Ministerium, Sparkassenstiftung Ansbach, Kulturstiftung der IHK Mittelfranken, örtliche Sponsoren, Eintrittsgelder.
Die Workshops fanden in den Bewegungsräumen der verschiedenen Kindergärten und Schulen statt. Wir sind zwischen den Einrichtungen gependelt.
Für die Aufführungen wurde von der Stadt die Stadthalle inklusive der Veranstaltungstechnik angemietet. Die Aufführungen wurden von allen teilnehmenden Einrichtungen mit der gesamten Belegschaft besucht, sie war auch öffentlich zugänglich, wodurch Einnahmen generiert wurden, die zur Finanzierung beitrugen.

Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4
08.00-10.00 WS1
10.30-12.30 WS2
13.30-15.30 WS3
08.00-10.00 WS1
10.30-12.30 WS5
13.30-15.30 WS7
08.00-10.00 WS4
10.30-12.30 WS5
13.30-15.30 WS3
08.00-10.00 WS4
10.30-12.30 WS2
13.30-15.30 WS6
Tag 5 Tag 6 Tag 7 Tag 8
08.00-10.00 WS6
10.30-12.30 WS7
Pressearbeit 08.00–22.00
Aufbau/ Probe
09.00-10.00 Aufführung 1
11.00-12.00 Aufführung 2
anschließend Abbau

Finanzierung

Wir erstellen Ihnen gerne eine unverbindliche Kostenübersicht.
Hier haben wir Ihnen ein Kontaktformular zum Ausfüllen vorbereitet.

Um das Projekt zu finanzieren gibt es einige Möglichkeiten:
So war bei all unseren bisherigen Durchführungen der Förderverein der Schule/KiTa aktiv an der finanziellen Unterstützung beteiligt.
Konkrete Hilfe gab es beispielsweise auch vom Bayrischen Kultur-Minister. Auch das brandenburgische Bildungsministerium hat potentiell Hilfe in Aussicht gestellt.

Gerne helfen wir Ihnen, Anträge bei Ihren zuständigen Ministerien zu stellen.

Durch geschickte Verteilung der Workshops auf mehrere Einrichtungen und die Einbindung des städtischen Theaters bzw des Kulturamtes können die finanziellen Kräfte gebündelt, Kosten gespart und das Projekt breit für viele Kinder umgesetzt werden.

Ebenso sollten Überlegungen zu regionalen Besonderheiten, speziellen sozialen Konstellationen an Ihrer Schule oder einem besonderen Bedarf an den positiven Effekten das Tanzes und Theaters in Ihre Suche nach potentiellen Geldgebern mit einfliessen.

Auch Regionale Firmen, Vereine. Dachverbände kommen als Sponsoren in Frage.

Lassen Sie bei der Suche nach Geldgebern Ihrer Kreativität freien Lauf!

Wir haben Ihnen einige Links zu Stiftungen und anderen Förderern der kulturellen Bildung zusammengestellt.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Vielmehr soll sie beispielhaft Wege und Ideen zur Finanzierung Ihres „Irgendwie Anders”-Projektes an Ihrer Schule aufzeigen. [Stand:Mai 2013]


Folgende Stifungen sind im „Rat für kulturelle Bildung” organisiert
Stiftung Mercator | Deutschland
PwC Deutschland | Deutschland, weltweit
Siemens Stiftung| Deutschland/ Europa, Afrika, Latein- Amerika
Altana Stiftung | Hessen, Deutschland
Vodafone Stiftung| Deutschland
Bertelsmann Stiftung
Körber Siftung | Hamburg
Deutsche Bank Stiftung | Deutschland

Andere Stiftungen
Liz Mohn Stiftung| NRW, Deutschland
Sparda Bank West Stiftung | NRW
Heinrich Böll Stiftung - Freundeskreis| Deutschland, international | förderte die Produktion unserer Inszenierung
Allianz Kulturstiftung | Deutschland, regional | förderte die Produktion unserer Inszenierung
art131 | Bayern
| Berlin
Fricke Stiftung | NRW
Sparkassen Stiftungen | regional | Förderte die Durchführung unseres Groß-Projektes in Feuchtwangen
Sparkassenstiftung | Hessen/ Thüringen
IHK Mittelfranken | Förderte die Durchführung unseres Groß-Projektes in Feuchtwangen
Landesbank Baden- Württemberg | Baden- Württemberg | vor allem kleinere Zuschüsse
Robert-Bosch-Stiftung | Baden- Württemberg
Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin | Berlin
Stiftungsverzeichnis Mecklenburg Vorpommern
Landesvereinigung Kinder- und Jugendbildung Sachsen- Anhalt
Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen Anhalt| Sachsen Anhalt
Ruth Ratter | Rheinland- Pfalz
Bremische Volksbank Stiftung| Bremen
Stiftungsverzeichnis Kinder- und Jugendkultur | Hamburg
Stiftung des Landes Niedersachsen | Niedersachsen
Stiftung Mesaar| Saarland


FAQ

Worin unterscheidet sich ein „Irgendwie Anders” Workshop von anderen Tanz- bzw. Theaterworkshops?

Wir bieten Ihnen ein umfassendes Konzept, um sich dem Thema ‘Anders sein’ mit all seinen Aspekten, wie z.B. Wahrnehmung, Toleranz, Akzeptanz, Identitätsfindung, etc.) zu nähern. Inhalt und Form (künstlerische Mittel) gehen hier Hand in Hand. Aufgrund der breitgefächerten Ansätze (Bilderbuch, Unterrichtsmaterialien, Tanztheater-Workshop, Aufführung) sind vielfältige Erfahrungen möglich.

Richtet sich das Projekt ausschließlich an Kinder oder können auch Erwachsene an diesem Projekt teilnehmen?

Die ‘Gesamtausgabe’ ist auf Kinder zwischen 4 und 10 Jahren ausgerichtet. Das Buch, die Unterrichtsmaterialien und die Inszenierung richten sich besonders an Kinder. Das Thema „Anders sein” ist aber auch für Erwachsene relevant und kann in einem Workshop seine Anwendung finden. Vielleicht beim nächsten Betriebsausflug?

Was für ein Raum wird für den Workshop benötigt?

Ein leerer Raum von mindestens 90 qm mit einem Boden, der ein Agieren barfuß oder mit Socken ermöglicht. Ein Klassenraum mit an die Seite geschobenen Tischen und Stühlen eignet sich nicht, da dies zum Einen Unfallgefahren birgt und zum Anderen vom Wesentlichen ablenkt.

Wie viele Personen können an einem Workshop teilnehmen?

Eine Gruppenstärke von mindestens 8 bis maximal 20 Teilnehmern ist sinnvoll. Bei Gruppen, die dieses Maß deutlich übersteigen, sollte über eine Gruppenteilung nachgedacht werden.

Welche Rolle spielen die Lehrer/ Erzieher im Workshop?

Die Lehrer/ Erzieher/ Gruppenleiter nehmen am Workshop teil. Das bedeutet, sie absolvieren das selbe ‘Programm’ wie die Kinder/ anderen Teilnehmer. Zum einen wollen wir dadurch verhindern, dass eine Zuschauer- Situation entsteht, die es dem einen oder anderen erschweren könnte, aktiv teilzunehmen. Zum anderen hat sich gezeigt, dass dies auch eine außergewöhnliche Art der Begegnung zwischen den Gruppenleitern und den Kindern ermöglicht.
Desweiteren springen die Gruppenleiter ein, um kleinere „Probleme” zu beheben, wie z.B. Toilettengänge mit einzelnen Kindern und Ähnliches.

Was müssen die Teilnehmer mitbringen?

Bequeme Kleidung, rutschfeste Socken/ Gymnastikschläppchen, eine Trinkflasche.

Muss ich als Lehrer/ Erzieher für den Workshop etwas vorbereiten?

Unser Konzept sieht eine breitgefächerte Auseinandersetzung mit dem Thema vor. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit dem Buch, die sich gut in den Alttag der Schule, bzw. des Kindergartens integrieren lässt. Die Art der inhaltlichen Zusammenarbeit wird im Vorfeld besprochen. Schauen Sie dazu auch unter Inhaltliche Zusammenarbeit und Einbindung in den Unterricht. Sollte es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, dies zu gewährleisten, hindert dies nicht an der Durchführung eines Workshops.

Wie lang geht ein Workshop?

Wir empfehlen 3-5 Tage à 2 Stunden, da so die neuen Eindrücke verarbeitet und intensiviert werden können. Die Mindestdauer eines Workshops beträgt 2 Zeitstunden.

Wenn ich einen Workshop haben möchte, muss ich auch eine Aufführung veranstalten?

Nein, wir führen auch gern einen Workshop durch, ohne eine Aufführung zu spielen.

Wenn ich eine Aufführung veranstalten möchte, muss ich dann auch einen Workshop nehmen?

Nein, es ist möglich unsere Inszenierung als Gastspiel einzuladen, ohne einen Workshop durchzuführen. Ein Nachgespräch mit uns könnte den Aufführungsbesuch abrunden.

Das Thema und das Workshop- Angebot, bzw. die Inszenierung interessieren mich, aber ich glaube, meine Klasse ist zu alt für das Kinderbuch. Können wir trotzdem einen Workshop, bzw. eine Aufführung veranstalten?

Ja, wir schneiden die Workshops auf verschiedene Altersgruppen zu. Beispielsweise haben wir für Kinder der 4. und 5. Klassen das Bilderbuch weniger zentral behandelt, dafür haben die Kinder nach dem Besuch der Aufführung das Gesehene in eigenen Geschichten zusammen gefaßt, eigene Erfahrungen beschrieben, oder haben als ‘Theater- Detektive’ Elemente des Workshops in der Inszenierung aufgespürt. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass sich auch ältere Kinder und Erwachsene an der Inszenierung begeistern.

An meiner Schule/KiTa hätten 2 Klassen/Gruppen Interesse am Workshop. Sollten dann nur diese Gruppen die Inszenierung sehen?

Nein, die Inszenierung bietet unabhängig von unserem Workshop- Angebot ein außergewöhnliches Theatererlebnis. Außerdem können durch ein größeres Publikum Einnahmen für den Veranstalter generiert werden.

Welche Voraussetzungen muss der Aufführungsort erfüllen?

Bühne: mind. 7 x 7 m, max. 11 x 11 m, total abdunkelbar (auch Zuschauerraum)
Aufhängungsmöglichkeit für Beamer (zentral, 7-11m Abstand zur Bühnenrückwand)
Grundsätzlich ist es möglich eine Turnhalle, einen Mehrzweckraum, die Aula u.ä. für die Aufführung zu nutzen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass meist Bühnentechnik und Tanzboden zu besorgen sind.
Sollte die Möglichkeit bestehen ein ausgestattetes örtliches Theater oder einen anderen Veranstaltungsraum inklusive der professionellenVeranstaltungstechnik zu nutzen, macht dies ein Gastspiel einfacher und unter Umständen billiger. Bei der Koordination und Beschaffung der benötigten Bühnentechnik helfen wir selbstverständlich.



Pressestimmen

Radio8 | von Arno Boas | 19.Februar 2013


Feature anläßlich des Starts des Großprojektes in Feuchtwangen
Im Vorfeld unserer Projekttage in Feuchtwangen gab es ein Interview mit der Quartiersmanagagerin Erika Weimer, die das Projekt für die Stadt Feuchtwangen organisierte und betreute.

Fränkische Landeszeitung | von Jasmin Kiendl | 21.Februar 2013 komplett lesen

„Es könne gar nicht früh genug damit begonnen werden, Kinder spielerisch, ohne erhobenen Zeigefinger an die Thematik ‘Anderssein’ heranzuführen, hob Stefan Fink, Vorstandsmitglied des Geldinstituts, hervor.”
„Die Aktion ermögliche es, ‘Pionierarbeit’ zu leisten, und stelle eine ‘großartige Bereicherung’ der pädagogischen Arbeit an den örtlichen Schulen und Kindergärten dar, hob das Stadtoberhaupt hervor.”

W.I.B | von Peter Tippl | 28.Februar 2013 komplett lesen

„Das Gegenüber so akzeptieren wie er oder sie ist, Annehmen gleich welcher Hautfarbe oder Besonderheiten und Eigenheiten, sei der pädagogische Ansatz. Dies sei besonders spannend, da in Feuchtwangen Menschen aus rund 60 Nationen leben und die Stadt eine besondere Beziehung zu den Menschen in der Lebenshilfe habe, so Patrick Ruh. Die Initiative entstand durch das Schauspielengagement von André Lehnert bei den Kreuzgangspielen. Lehnert spielte schon den kühnen Siegfried in der Nibelungensaga und dessen Ausstrahlung, sowie das choreografische Geschick seiner Partnerin Paula Scherf hatten begeistert.”
„Der Bürgermeister habe diese Chance sofort ergriffen und in Zusammenarbeit mit der Sparkassen- Stiftung, dem Bayerischen Kultusministerium und der Kulturstiftung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittelfranken konnte der Finanzierungsrahmen … gestemmt werden.”
„Ein genialer Ansatz für Kinder und Jugendliche sich mit Toleranz, mit Inklusion und Integration und mit Akzeptanz des Mitmenschen zu beschäftigen, führte Stefan Fink als Beweggründe für sein Geldinstitut zur Unterstützung des Projekts an. Und für Bürgermeister Patrick Ruh sei es ein Glücksfall, dass ein „klassisches Großstadtprojekt“ in der Kernstadt von Feuchtwangen umgesetzt wird.”

Radio8 | von Arno Boas | 28.Februar 2013


Kinder einer 5.Klasse in Feuchtwangen beantworten die Fragen des Radiojournalisten nach ihren Erfahrungen in unserem Workshop.

Radio8 | von Arno Boas | 28.Februar 2013


Feature anläßlich des Abschlusses der Workshop-Phase direkt nach den Workshops
Direkt nach der Workshopdurchführung enstanden die Interviews mit Paula Scherf und André Lehnert.

Radio8 | von Arno Boas | 04.März 2013


Feature anläßlich des Abschlusses des Projektes in Feuchtwangen direkt nach den Aufführungen
Direkt nach den 2 Aufführungen zu Ende unserer Projekttage gab es eine Pressekonferenz, in deren Ergebnis dieser Bericht und die Interviews mit Paula Scherf und André Lehnert entstanden.

Fränkische Landeszeitung | von Jasmin Kiendl |05.März 2013 komplett lesen

„Einer einwöchigen Workshop-Phase mit Lehnert und Scherf an den fünf Kindergärten im Stadtgebiet sowie an der Stadt- und der Land- Schule, an der rund 140 Kinder teilnahmen, schloss sich gestern Vormittag die Aufführung der multimedialen Tanz-Theaterfassung des Kinderbuchs an. Ein ‘würdiger’ Schlusspunkt, wie Bürgermeister Patrick Ruh meinte.”
„Eine Fortsetzung sei wünschenswert. Die Resonanz aller beteiligten Einrichtungen sei positiv, fügte Quartiersmanagerin Erika Weimer an. Es seien sogar schon Veränderungen im Umgang der Kinder untereinander spürbar.”

Hohenloher Tagblatt | von CLAK |31.Mai 2014 komplett lesen

„… mit ausdrucksvollem Tanz näherte sich die Schmerach-Grundschule in Eckartshausen und Oberaspach dem Thema Inklusion. Ein Kölner Künstlerpaar arbeitete eine Woche mit den Kindern. […]
Wer ist nun anders von den kleinen Akteuren? Es ist nicht zu erkennen, so homogen wachsen die Gruppen zusammen. Kein Kind tanzt aus der Reihe, keines hinkt hinterher und es steht auch keines passiv am Rande, während andere eine vermeintlich schwierigere Aufgabe lösen. „Es geht nicht darum, Normen zu erfüllen”, erklärt die Tänzerin Paula Scherf, „die Kinder sollen ihre ganz eigenen Bewegungen entwickeln.” Die Choreografie gestalteten die Mädchen und Jungen selbst.[…]
Der kommissarische Schulleiter Rolf Stegmeier zeigte sich schwer beeindruckt ‘von dem frischen Wind, der da durchs Schulhaus weht’. Er konnte bei diesen Projekttagen ebenso dazu lernen wie die Lehrerin Brigitte Gronbach, die staunte, wie ihre Schüler Hemmungen ablegten, aus sich herausgingen und ausdrucksvolle Bewegungen zeigten.[…]
‘Das geht nur mit Liebe und Disziplin’, ist sie sich sicher. Für die Schule, die schon sechs Jahre Erfahrung mit der Inklusion geistig behinderter Kinder hat, war die Aktion ein faszinierender Höhepunkt im Schulalltag.”


Glossar

Ästhetische Bildung

Szenenfoto "Irgendwie Anders"
Szenenfoto „Irgendwie Anders”FotoThomas JosekRegievon links nach rechtsJahr2012©disdance projectKommentar

„Ästhetische Bildung versteht Bildung nicht in erster Linie als Wissensaneignung, bei der das Denken der Wahrnehmung übergeordnet ist, sondern als Ergebnis sinnlicher Erfahrungen, die selber Quelle von Wissen und Erkenntnis sein können.”

Am eigenen Leib

Interview mit einer 5.Klasse direkt nach den Workshops
[Interview: Arno Boas, Radio8]

Die Anderen


„Die Anderen”Filmdisdance projectRegievon links nach rechtsJahr2012©disdance projectKommentar…von Kindern mit unserer Klappfiguren-Technik entwickelt.

Empathie

den Anderen spiegeln
den Anderen spiegelnFotod.p.Regievon links nach rechtsSchüler FeuchtwangenJahr2013©disdance projectKommentar

Die Spiele / Übungen / Experimente versetzen die Teilnehmer in Situationen, in denen sie ihrem u.U. eher unbekannten Gegenüber begegnen, sich in ihn einfühlen, sich mit ihm verständigen.



Einer ist des Anderen Spiegelbild. Unter der Prämisse, die Bewegungen (welche auch immer) wirklich zeitgleich, wie ein Mensch und sein Spiegelbild, auszuführen, geht ein besonderes Bewusstsein für das eigene Agieren, sowie eine besondere Konzentration auf sein Gegenüber einher.


führen - folgen
führen - folgenFotod.p.Regievon links nach rechts5. Klasse CreglingenJahr2013©disdance projectKommentar



Wie magnetisch sind die Teilnehmer miteinander verbunden und führen die, bzw. folgen der Bewegung des Partners. Dies kann paarweise oder auch in kleineren und größeren Gruppen erfolgen. Die magnetische Verbindung kann verschieden Körperpartien betreffen.

Entschleunigung

Alle Spiele/ Experimente/ Aufgaben entfalten ihre Wirkung aufgrund der entschleunigten Atmosphäre.Wir gehen davon aus, dass Experimentierfreude und Kreativität nur da entsteht, wo Raum und Zeit für das Empfinden ist.

Szenenfoto "Irgendwie Anders"
Szenenfoto „Irgendwie Anders”FotoThomas JosekRegievon links nach rechtsJahr2012©disdance projectKommentar



  • Die entschleunigte Atmosphäre fördert
  • die Wahrnehmung, das Körperempfinden, den Körperausdruck
  • die Konzentration auf sein Gegenüber
  • das Spiel, die Beschäftigung mit der eigenen Phantasie und der Anderer
  • das individuelle und gemeinsame Durchleben, Erleben, Verfolgen und Reflektieren eines Prozesses
  • die Entfaltung von Emotionen
  • Langeweile, die nicht erstickt wird, sondern aus der Neues entstehen kann


Phantasiereise
PhantasiereiseFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar



Beruhigt den Körper und bewegt den Geist, erweitert den realen Möglichkeitsraum. Wir träumen uns in anderer Gestalt an andere Orte und finden zu uns selbst zurück.

Haptisches Empfinden

Wie nähere ich mich einem fremden Körper? Was spüre ich bei der Berührung?

Körperumriss nachmalen
Körperumriss nachmalenFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2014©disdance projectKommentar

Die Umrisse des Partners werden nachempfunden; auf große Distanz, mit wenig Abstand zum Körper und schließlich entlang der Außenseite des Körpers. Dabei wird die Hand als dicker, dünner, weicher oder harter Pinsel benutzt werden, aber auch andere Körperteile, die schwieriger zu führen sind, können zum Mal- Instrument werden.

dead man
dead manFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar

Sich entspannen, das Gewicht abgeben, die Verantwortung abgeben. Sich konzentrieren, den anderen Körper behutsam stützen, die Verantwortung für ihn übernehmen.
Diese Übung lässt den Stellenwert von verantwortungsvollem Umgang körperlich spürbar werden.

inklusiv

Der Fokus auf die Körpersprache und auf die nonverbale Kommunikation fördert die Wahrnehmung mit allen Sinnen. Es entsteht eine (Be-)Wertungsfreie Zone, ein Raum für Erfahrungen außerhalb von „richtig” und „falsch” oder „gut” und „schlecht”.

gelebte Inklusion
gelebte InklusionFotoKerstin NawrotRegievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentarwährend der Workshops

Jeder Teilnehmer bringt sich ein, gestaltet mit. Grenzen, die z.B. durch Sprache, spezifische Kompetenzen, kulturelles Verständnis bestehen, können überwunden werden. Die Kinder erkennen gewohnte individuelle Muster, können diese tauschen, sich in diese oder jene Position begeben.
Aus dem Erkennen der eigenen und fremden Andersartigkeit kann Toleranz und aus Toleranz kann Anerkennung erwachsen ( = Inklusion).

Körpersprache - Emotionen ausdrücken, interpretieren und differenzieren

Die Teilnehmer erfahren ihren Körper als Emotionsträger.
Was verrät mir der Körper eines anderen? Was kann ich mit meinem Körper vermitteln? Wie unterschiedlich ist der individuelle Ausdruck von Emotionen?

Hallo Himmel
Hallo HimmelFotoKerstin NawrotRegievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar



Unser Begrüßungsritual, ein eingängiger Bewegungsreim, dient jedem Teilnehmer als Gerüst, um die Unterschiedlichkeit im Ausdruck und in der Lesart von Emotionen zu erforschen.


Ich mag - ich mag nicht
Ich mag - ich mag nichtFotoKerstin NawrotRegievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar




aufgrund eigener Neigungen untersuchen wir körperliche Signale (Mimik, Gestik, Körperhaltungen, Bewegungen Bewegungsqualitäten), die ausdrücken, ob wir etwas mögen, wollen, zulassen oder nicht.

Identitätsstiftend | Persönlichkeitsbildung

Der Workshop ist eine bewertungsfreie Zone, in der niemand etwas ‘richtig’ oder ‘falsch’ machen kann, sondern die jeden einlädt, aus dem eigenen Möglichkeitsraum zu schöpfen. In dieser Zone ist niemand besser oder schlechter. Eben nur anders.

Das Andere in sich selbst erkennen
Das Andere in sich selbst erkennenFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar

Die Identitätsfindung wird unterstützt, da vergleichendes oder hierarchisches Einordnen („ich bin der, der das besser kann als Du” oder „ich bin die, die so etwas nicht kann”) weichen dem Erleben des Eigenen im Austausch mit den/m Anderen bzw. in der Begegnung mit den/m Anderen. Vielfalt kann als kreatives Potential wahrgenommen werden („ich mach das so, und Du?”).
Die Teilnehmer werden ermutigt, den Prozess mit ihren individuellen Besonderheiten, Fähigkeiten und Interessen auf die eigene Art und Weise mitzugestalten. Sie erleben sich und die Anderen als Teil eines Ganzen, erkennen Stärken, Schwächen, eigene und fremde Grenzen. Sie erfahren die individuelle Wirksamkeit in einem gemeinsamen Prozess.

Der bunte Haufen - Stoptanz
Der bunte Haufen - StoptanzFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar

„Jetzt tanzen alle, die gerne Zwiebeln essen” (die anderen bleiben stehen).
„Jetzt tanzen alle mit braunen Augen” (die anderen bleiben stehen).
Übereinstimmungen bzw. Unterschiede von Vorlieben und Abneigungen innerhalb der Gruppe werden sichtbar. Das befördert zum Einen die Wahrnehmung. Zum Anderen fordert es heraus Stellung zu beziehen und zu der eigenen Neigung zu stehen. Meist birgt das Überraschungen und man hat plötzlich etwas mit jemandem gemein, von dem man sich himmelweit entfernt glaubte.

prozessorientiert

Es steht ausdrücklich der Prozess im Vordergrund. Es wird kein „Produkt” in Form einer Aufführung der Kinder o.ä. entstehen. Denn das Erarbeiten eines Produktes erfordert das Üben eines bestimmten Ablaufs und das Erlernen von Grundlagen des Agierens auf einer Bühne.

Den Prozess erleben und beobachten
Den Prozess erleben und beobachtenFotod.p.Regievon links nach rechtsJahr2013©disdance projectKommentar



Uns geht es darum, vielschichtige Erfahrungen zu ermöglichen in einem geschützten Raum. Die Themen Identitätsfindung, eigene und fremde Wahrnehmung, Abgrenzung und Ausgrenzung, Verschiedenartigkeit und Anerkennung, Akzeptanz und Toleranz werden unmittelbar beim Tun verhandelt.