Theben. Während Herakles in den Hades hinabsteigt, um ihm den Höllenhund zu entreißen, tötet Lykos Kreon, den rechtmäßigen Herrscher von Theben und schwingt sich selbst zum Tyrannen auf. Nun will er Herakles‘ Frau Megara, ihre Söhne und seinen Ziehvater Amphitryon töten. Der tot geglaubte Held erscheint als Retter in letzter Minute. Doch im Auftrag Heras treibt Göttin Lyssa ihn in den Wahnsinn…

HERAKLES im Wandelwerk
herakles-fotos-01FotoAndré LehnertRegieHansgünther Heymevon links nach rechtsJahr2020©disdance projectKommentar

Die Radikalität des euripideischen Textes ist einzigartig. Die Welt der Götter, die attische Demokratie wird hinterfragt – eine neue Welt dämmert und will geformt sein.

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HGH buehneFotoRegievon links nach rechtsJahr2020©HGHKommentar

Im eigentlich statischen Bühnenbild einer Glotzen-köpfigen Installation, in der die Protagonist*innen allein von Bildschirm zu Bildschirm interagieren, entsteht eine eigenwillige Ästhetik und Erzählweise. Sie sucht den Bogen zu spannen von der tragischen Dichtung vom Fall des Helden zu der ungeheuren Wucht und Brutalität, mit der sich innerhalb weniger Wochen das Leben für die einzelnen Menschen weltweit verändert hat: Unsichtbare Bedrohung. Kollabierende Systeme. Lockdown. Entscheidungen über Leben und Tod. Massengräber. Verschwörungstheorien. Grundrechtsdebatten. Abwägen von Wertigkeiten. Machtverschiebungen. Seltsame Allianzen. Eine sich spaltetende Gesellschaft. Die Pandemie offenbart wo unsere Systeme kranken. Was ist systemrelevant? Was und wie gilt es zu schützen? Zurück zur Normalität? Gesellschaftlicher Wandel?




Die Zuschauer sehen das „brutalste Stück der griechischen Antike“ (Heyme)


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raster-mediumFotoAndré LehnertRegieHGHvon links nach rechtsCastJahr2020©disdance projectKommentaron

Team

Regie | Ausstattung | Textfassung Hansgünther Heyme
Autor/ Übersetzer Euripides/ Heinrich Bothe
Konzeption | Produktion André Lehnert + Paula Scherf (disdance project gUG)
Videokunst André Lehnert
Wissenschaftliche Beratung Prof. Dr. Hellmut Flashar
Kostümwerkstatt Esther Kusche
Musik & Sounds Ludwig van Beethoven, Volk der Lobi, Emil Lehnert
Herakles André Lehnert
Amphitryon | Theseus Thomas Hupfer
Megara | Iris | Lyssa | Lykos | Bote Paula Scherf
Chor Hansgünther Heyme


Fotos


Pressestimmen

Theater pur | von Dietmar Zimmermann | 06.12.2020

„…Eine archaische Geschichte, erzählt in antikisierender Sprache, trifft auf eine hochmoderne Installationsanordnung - coronakompatibel ganz ohne Live-Schauspiel. Die innovative Arbeit ist eine spannende Erfahrung - und hervorragend geeignet nicht nur für das Theater in Zeiten der Pandemie, sondern auch für Museen und alternative Kunsträume.”

NRW Theatermail | von Dietmar Zimmermann | 03.12.2020 komplett lesen

„… Heyme und sein Team erzählen die Geschichte coronakompatibel auf neun TV-Bildschirmen mit Hilfe einer multimedialen Installation, die bisweilen an die Arbeiten von Wolf Vostell erinnert.
Die archaische Wucht der Geschichte, die ohne Angst vor Pathos im antiken Versmaß vorgetragen wird, trifft auf eine hochmoderne, technisch anspruchsvolle Ästhetik. …”

O-Ton Magazin | von Michael S. Zerban | 01.12.2020 komplett lesen

„… Nach einer 55-minütigen Aufführung ist man als Besucher aufgeregt, erschöpft und fasziniert. Das Gefühl, hier und heute etwas ganz Besonderes erlebt zu haben, hat sich, auch ohne sich allzu sehr auf die antiken Beziehungen eingelassen zu haben, tief in den Hinterkopf eingegraben. …”
„… Damit haben disdance project und Heyme tatsächlich etwas radikal Neues versucht und den Glauben an die Kulturschaffenden zurückgegeben. …”

Mannheimer Morgen | von Ralf-Carl Langhals | 30.11.2020 komplett lesen

Langhals: „In wilden Zeiten war Hansgünther Heyme Intendant in Köln, viel später dann Intendant des Theaters im Pfalzbau. Nun ist der erfahrene Regisseur, Schauspieler und Freund antiker Dramen wieder zurück an seiner einstigen Wirkungsstätte Köln – und macht aus Alt wieder mal Neu. Gemeinsam mit Paula Scherf und André Lehnert, dem Künstlerduo disdance project, entwickelt er eine theatrale Video-Installation für schwierige Kunst und Corona-Zeiten.”
(…)
Heyme: „Für mich als Theatermacher und Fernsehregisseur ist das Unfassbare am Ergebnis, dass wir eine Art von Theater gefunden haben, die im Theater bleibt und dennoch in die Glotzen einzieht.”
(…)
Heyme: „Es ist eine grandiose Findung – es ist besser als Theater!
Langhals: „Das aus Ihrem Munde?”
Heyme: „Zumindest in Zeiten von Corona ist es die Rettung des Theaters!”
(…)
Langhals: „Was ist Ihr gemeinsames Anliegen?”
Lehnert: „Große, antike Stoffe an die Jugend zu tragen, um ihnen und allen, die Universalität der Texte und die Heutigkeit der Probleme zu zeigen.”
Langhals: „Welche wären das?”
Heyme: „Es gibt ein großes Problem und die Rettung naht und der Held, läuft gegen die Wand…”
Lehnert: „Ist es klug, die Kultur dicht zu machen und so die Menschheit gesund zu erhalten und zu retten? Oder kommt das Ganze wieder hintenrum zurück? War Herr Laschet der Held, als er uns mit Lockerungen bedacht hat oder ist er der Held, wenn er alles schließt? Wo ist die Rettung und kann es überhaupt eine geben?”
Langhals: „Wer könnte sie bringen?”
Heyme: „Der Verfall der brutalen Sicherheit, dass die Welt von den Göttern beherrscht wird, die von Aischylos über Sophokles bei Euripides in das absolute Desaster rutscht, zeigt uns für heute: Der Himmel ist leer, wir müssen handeln, es macht niemand für uns. Das ethische Postulat– es liegt in der Hand des Menschen. Welche Aufgabe! Welche Herausforderung!”


Termine




Die nächsten Vorstellungstermine werden in Abhängigkeit von der CoronaSituation hier bekannt gegeben.

Wenn Sie aktiv informiert werden möchten, senden Sie uns bitte eine kurze Email an andrelehnert[ät]disdanceproject.


WandelWerk | Transformationszentrum im ehemaligen Autohaus |
Liebigstraße 201 | 50823 Köln

Tag Datum
Mi 09.12.20 09:30 11:00 12:30 18:00 19:30 21:00
Do 10.12.20 09:30 11:00 12:30 18:00 19:30 21:00
Fr 11.12.20 09:30 11:00 18:00 19:30 21:00 22:30
Sa 12.12.20 12:00 13:30 15:00 16:30 18:00 19:30 21:00 22:30
So 13.12.20 12:00 13:30 15:00 16:30 18:00 19:30 21:00

Karten

Tickets sind AUSSCHLIEßLICH über den Vorverkauf zu erwerben.

KölnTicket | 0221-2801 | Tickets Wandelwerk
normal: 18,00 €
ermäßigt: 14,00 €

Infos und Kartenbestellung für Schulen, Studiengruppen: 0157-32388212
Gruppen ab 10 Personen: 9,50 €/ Person inkl. Programmheft u.a. mit komplettem Stücktext



für Schulen

Sehr geehrte Schulleiter_innen,
sehr geehrte Lehrer_innen,

Droht der Theaterbesuch auch bei Ihnen wegen Corona ins Wasser zu fallen? Haben Sie Bedenken, weil Ihre Klassen im Theater auf Schüler_innen anderer Schulen treffen könnten?
Das muss nicht sein! Der weltweit renommierte Theatermacher Prof. Hansgünther Heyme, ehemaliger Intendant des Schauspiel Köln und disdance project möchten Sie und Ihre Schüler_innen der 10.-13. Klassen in dieser besonderen Zeit zu einem besonderen Theaterereignis einladen. Gemeinsam haben wir eine neuartige hybride Form aus Theater und Videokunst entwickelt.

Das Konzept, speziell für die pandemische Wirklichkeit entwickelt, ermöglicht Ihnen und Ihren Schüler_innen einen Besuch der Inszenierung im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen. Sie sitzen luftig und sicher mit maximal 22 Personen auf 200m² unter Einhaltung der Hygienevorschriften in frisch gelüftetem und desinfiziertem Raum. Sollten Sie mit mehr als 19 Personen kommen, ist die Vorstellung exklusiv für Sie!. Im Klassenverbund sind auch wenig mehr als 30 Personen möglich.

Unser Ziel war es immer, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kunst, Kultur und Ästhetische Bildung zukommen zu lassen. Der Wert dieser für die Persönlichkeitsentwicklung, den Gemeinschaftssinn und die Wahrung der Demokratie, ist in den vergangenen Monaten deutlich hervorgetreten. Es muss also auch in Zeiten von Corona gelingen.


„Das ist demokratisches Theater” (Hansgünther Heyme)


Diese außergewöhnliche, kurz dauernde Inszenierung möchte die jungen Menschen für die antike griechische Dichtung und ihre Aktualität begeistern. Sie möchte sensibilisieren für die Lebendigkeit und Relevanz der Kunst.


„Eine Schule des Sehens” (Hansgünther Heyme)


Wir haben unter der Woche mehrere Vormittagstermine täglich. Wählen Sie hier Ihren Wunschtermin.

Infos und Kartenbestellung für Schulen: 0157-32388212 
Gruppen ab 10 Personen: 9,50€/ pro Person inkl. Programmheft (u.A. mit komplettem Text)

Sollten Sie mit mehr als 19 Menschen kommen, ist die Vorstellung exklusiv für Sie! Im Klassenverbund sind auch wenig mehr als 30 Personen möglich.


für Berufskollegs, Hochschulen, Unis

Sehr geehrte Professor_innen,
sehr geehrte Dozent_innen,
sehr geehrte Studierende,

Prof. Hansgünther Heyme - ehemaliger Intendant des Schauspiel Köln, weltweit renommierter Theatermacher und Spezialist für griechische Antike und disdance project möchten Sie in dieser besonderen Zeit zu einem besonderen Theaterereignis einladen:
Gemeinsam haben wir eine neuartige Hybridform aus Theater und Videokunst entwickelt – „Herakles“ des Euripides - eine Theatrale Video Installation.

Das Konzept, speziell für die pandemische Wirklichkeit entwickelt, ermöglicht Ihnen einen Theaterbesuch im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen, ggf. allein für Ihre Studiengruppe. Sie sitzen luftig und sicher mit maximal 22 Personen auf 200qm unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Sollten Sie mit mehr als 19 Personen kommen, ist die Vorstellung exklusiv für Sie!.

Diese außergewöhnliche, kurz dauernde Inszenierung möchte insbesondere junge Menschen für die antike griechische Dichtung und ihre Aktualität begeistern und sie sensibilisieren für die Lebendigkeit und Relevanz der Kunst.


„Das ist demokratisches Theater” (Hansgünther Heyme)



Besonders für Auszubildende und Studierende (medien-)gestalterischer Berufe, der Kunst-, Kultur-, Literatur-, Medien-und Theaterwissenschaft, der Philologie, Soziologie, des Schauspiels, der Bühnen- und Kostümausstattung - aber natürlich auch für alle anderen - bietet dieses Stück einen interessanten Blick und eine Arbeitsgrundlage zur Auseinandersetzung mit theatralen Formen, Transmedialität, antiker griechischer Dichtung, griechischer Mythologie, Literatur- und Theatergeschichte, Demokratie und dem künstlerischen Schaffen in Zeiten von Corona.


„Eine Schule des Sehens” (Hansgünther Heyme)


Wir haben unter der Woche mehrere Vormittags- und Abendtermine täglich. Wählen Sie hier Ihren Wunschtermin.

Infos und Kartenbestellung für Schüler und Studierendengruppen: 0157-32388212 
Gruppen ab 10 Personen: 9,50€/ pro Person inkl. Programmheft (u.A. mit komplettem Text)

Sollten Sie mit mehr als 19 Menschen kommen, ist die Vorstellung exklusiv für Sie! Im Klassenverbund sind auch wenig mehr als 30 Personen möglich.


Wir bedanken uns bei unseren Förderern und Unterstützern!