Diese künstlerisch außergewöhnliche, kurz dauernde Inszenierung möchte die jungen Menschen für die antike griechische Dichtung und ihre Aktualität begeistern. Sie möchte sensibilisieren für die Lebendigkeit und Relevanz der Kunst.

Während Herakles in den Hades hinabsteigt, um den Höllenhund zu bezwingen, tötet Lykos den rechtmäßigen Herrscher von Theben Kreon und schwingt sich selbst zum Tyrannen auf. Nun will er Herakles‘ Frau Megara und die gemeinsamen Söhne töten. Als Retter in letzter Minute erscheint Herakles, der tot geglaubte Held. Doch im Auftrag Heras treibt ihn Göttin Lyssa in den Wahnsinn…

Die Radikalität des euripideischen Textes ist einzigartig. Die Welt der Götter, die attische Demokratie wird hinterfragt – eine neue Welt dämmert und will geformt sein.
„Der Verfall der brutalen Sicherheit, dass die Welt von den Göttern beherrscht wird, die […] in das absolute Desaster rutscht, zeigt uns für heute: Der Himmel ist leer. Wir müssen handeln. Es macht niemand für uns. Das ethische Postulat– es liegt in der Hand des Menschen. Welche Aufgabe! Welche Herausforderung!” (Heyme)

Eine neuartige hybride Form aus Theater und Videokunst
Im Bühnenbild einer Glotzen-köpfigen Installation, interagieren die Protagonist*innen allein von Bildschirm zu Bildschirm. Es ensteht eine eigenwillige Ästhetik und Erzählweise. Sie stellt eine Nähe her, die nur dem Film möglich ist. Gleichzeitig lässt sie Zuschauende wie im Theater den Fokus eigenständig lenken, da er nicht durch den Schnitt gesetzt wird. Ein außergewöhnliches Experiment, welches eine neue Wahrnehmung ermöglicht und der Modernität des euripideischen Denkens Ausdruck verleiht.




Die Zuschauer sehen das „brutalste Stück der griechischen Antike“ (Heyme)


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